Twitter LinkedIn Youtube E-mail
 

DAS ENDE DES 08/15-EINZELHANDELS: DIE ZUKUNFT GEHÖRT DEM FLEXIBLEN VISUAL BRANDING.

Das Verbraucherverhalten hat sich in den letzten Jahren vollständig gewandelt. Wer sich etwas anschaffen will, dem stehen unendlich viele Quellen zur Verfügung. Das Ladengeschäft ist nur eine der Möglichkeiten. Darum ist es wichtiger denn je, im Geschäft für das richtige Einkaufserlebnis zu sorgen. Flexibles Visual Branding spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Die Zeiten sind nicht gerade rosig für den Einzelhandel. Eine Einzelhandelskette nach der anderen schließt die Pforten, und vor allem das Ladengeschäft scheint unter Druck zu stehen. Und eigentlich erstaunt mich das nicht. Wer über eine durchschnittliche Einkaufsstraße bummelt, der sieht im Grunde genug. Leere Regale, Kartons, die im Laden ausgepackt werden, rauchendes Personal vor der Tür. Sowohl drinnen als auch draußen strahlen die Läden Trostlosigkeit aus.

Vergleichen wir das nun mit einem Einkaufstrip durch, sagen wir mal, Tokio. Kundenfreundlichkeit, beeindruckende Visuals, Interaktion - kurzum: ein runde Sache. Was tun wir in den Niederlanden, um den Shoppern ein spannendes, inspirierendes Einkauferlebnis zu bieten?

Die traurige Wahrheit lautet: furchtbar wenig. Warum sollte der Kunde noch den Fuß über die Schwelle eines Geschäftes setzen, wenn keinerlei Mehrwert geboten wird? Oder, noch schlimmer, wenn er (oder sie) sich einfach nur ärgert. Shopper haben mehr Auswahl als je zuvor. Ihr Verhalten hat sich vollkommen geändert. Da werden dutzende Quellen zu Rate gezogen – Einkaufs- oder Vergleichswebsites, Online-Foren, Freunde – bevor sie ihre Wahl treffen. Und vor allem denken sie im Voraus gut darüber nach, in welche Läden sie Zeit investieren wollen.

Mindshift im Einzelhandel
Die immens gewachsene Zahl dieser Quellen lehrt uns eine wichtige Lektion: Es geht in den nächsten Jahren nicht darum, über welchen Kanal wir Produkte verkaufen, und ob der Verkauf on- oder offline erfolgt. Es geht darum, welcher Kanal am erfolgreichsten Kontakt mit dem Verbraucher herstellt. Wer am besten berät. Wer das beste Erlebnis bietet. Kurzum: Im Einzelhandel hat ein kompletter Mindshift stattgefunden. Die On- und Offline-Einkaufserlebnisse sind derzeit nämlich noch keinesfalls auf gleichwertigem Niveau.

Stattdessen besteht eine Diskrepanz zwischen den beiden Kanälen, wobei vor allem das Einkaufserlebnis im Laden selbst schlecht abschneidet. Online können wir mittlerweile das Kundenverhalten beobachten und anschließend das Angebot entsprechend anpassen. Und genau das erwartet der Shopper auch im „echten Leben“. Persönliche Beratung im Laden ist von essenzieller Bedeutung; ein Produktspezialist ist somit unverzichtbar.

Zugleich ist ein solcher Spezialist eine ideale Chance, sich als Ladengeschäft von der Konkurrenz abzuheben. Keine desinteressierten, rauchenden Regalauffüller vor der Tür, sondern ein echter Berater, eine echte Beraterin. Jemand, der Kunden bei der Kaufentscheidung hilft. Von besonderem Mehrwert sind dabei auch attraktive Räumlichkeiten, mit denen die Empfehlungen unterstützt und verstärkt werden. Die goldene Formel lautet: persönliche Beratung + beeindruckende Visuals = optimales Erlebnis.

Jeder Tag ist (zweimal) anders
Und doch sind wir damit noch nicht am Ziel. Dieses optimale Erlebnis muss nämlich jedes Mal generiert werden, wenn der Verbraucher beschließt, Ihren Laden als „Quelle“ zu nutzen. Und es muss ein Erlebnis sein, das ihm anderswo nicht geboten wird. Genau hier liegt die große Herausforderung: Die Stimmung des Kunden kann täglich wechseln. Nehmen wir zum Beispiel eine 42-jährige Mutter:

  • Mittwochnachmittag geht sie mit ihrer sechsjährigen Tochter los, um Schulsachen zu kaufen.
  • Donnerstagabend ist Kleidershopping mit einer Freundin angesagt.
  • Am Samstagmorgen geht sie, noch vor dem Hockey, mit der Ältesten einkaufen, da diese 13 wird und die Geburtstagsparty ansteht.
  • Sonntagnachmittag kauft sie ohne Begleitung die Vorräte für die ganze Woche ein.

Jedes Mal ein anderes Bild, eine andere Stimmung, ein anderer Ausgangspunkt, andere Ausgaben. Unsere fiktive 42-Jährige wird auch jedes Mal mit anderen Augen sehen. Überlegungen, die am Mittwoch wichtig sind, spielen am Sonntag keine Rolle. Und doch wollen wir ihr bei jedem Besuch das gewünschte Gefühl vermitteln. Gute Berater können das. Sie können zu einer Stimmung beitragen, die zum Augenblick und zum Anlass passt. Stimmt das Erlebnis jedoch nicht mit der Stimmung und Erwartung des Verbrauchers überein, wird die Kaufentscheidung negativ beeinflusst.

Flexibles Visual Branding
Genau hier spielt flexibles Visual Branding eine wichtige Rolle. Schließlich wollen wir uns jederzeit flexibel auf die jeweiligen Erwartungen und Situationen einstellen, um auf diese Weise ein maßgeschneidertes Erlebnis zu bieten. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit denen man mehrmals in der Woche ein ganzes Ambiente anpassen kann.

Zum Beispiel mit wiederverwendbaren Rahmenprofilen an Wänden und Decken, mit anderem Licht in den Umkleidekabinen, mit Preiskommunikation, magnetischen Aktionsvisuals, anderen Läufern auf dem Boden. Der Zeitaufwand ist überschaubar und die Anpassungen können vom Ladenpersonal vorgenommen werden. So haben wir von Van Straaten zum Beispiel in den Filialen von Open 32 viele verschiedene und innovative Displaymittel eingesetzt.

Zuvor haben wir gemeinsam mit Open 32 die Möglichkeiten ausgewertet: Wie stand es um die praktische Verwendung, welche Vorteile waren zu erwarten. Ganz wichtig war die schnelle Auswechselbarkeit für Kampagnen, Aktionen oder zu Festtagen. Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit sind essenziell, darum haben wir uns u. a. für doppelseitige Rahmenprofile mit Visuals auf textilen Tüchern entschieden, sowie für selbstklebende Magneten. Außerdem kann mit einer magnetischen Kreidetafel jede Kundeninfo in wenigen Sekunden geändert oder aktualisiert werden. Das ist die Schnelligkeit und Flexibilität, die ich meine.

Das Ende von 08/15
Die Botschaft ist klar: Der Einzelhandel hat sich vollkommen gewandelt. Der Verkauf eines Produktes ist ein ganzes Stück komplexer geworden, und auf dem Weg zur Anschaffung gibt es viele Abzweigungen. An jeden Shopper muss auf eine andere Art und Weise herangetreten werden. Da gilt es für Ladengeschäfte schlicht und einfach, sich an diese neue Situation anzupassen und flexibel und zugänglich zu agieren. 08/15 gibt es nicht mehr. Seien Sie ein Chamäleon, sodass Sie jedem Kunden ein spannendes persönliches Einkaufserlebnis bieten können. Oder, um es mit Charles Darwin zu sagen: „It is not the strongest of the species that will survive, but the most adaptable.“ („Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, sondern diejenige, die am ehesten bereit ist, sich zu verändern.“)

 

Tags:
Blog
Ivo van der Lem

IVO VAN DER LEM

VISUAL BRANDING SPEZIALIST ARCHITEKTUR & INNENARCHITEKTUR

"If you want the competition to take the wind out of the sails, you need to understand who you're talking to."