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EIN HERZ FÜRS GESCHÄFT UND FÜR DEN PLANETEN

Seit in den 1980er Jahren die Auswirkungen der Erderwärmung schmerzhaft deutlich wurden, ist Nachhaltigkeit in vielen Unternehmen ein ständiges Thema. Und das ist natürlich eine gute Sache. Skeptiker bemängeln allerdings, dass es hier vor allem um Imagepflege gehe und Unternehmen sich in erster Linie aus PR-Gründen als „grün“ oder „umweltbewusst“ positionierten. Stimmt nicht, meine ich. Darum möchte ich an dieser Stelle mal eine Lanze brechen für einen aufrichtig nachhaltigen Betrieb.

Natürlich: Wer als Unternehmer Wert auf Nachhaltigkeit legt, der weckt durchaus Sympathien. Nun aber zu behaupten, das sei der eigentliche Zweck dieser Bemühungen, ginge doch zu weit. „Grünere“ Unternehmensführung hat nämlich auch zahlreiche messbare geschäftliche Vorteile und kann sehr gut mit einer verbesserten Dienstleistung kombiniert werden. Vor allem aber wird jedes Unternehmen von Menschen geleitet – Menschen mit Herz. Einem Herzen fürs Geschäft, aber auch für den Planeten.

SOFT SIGNAGE

Bei Van Straaten haben wir vor einigen Jahren damit begonnen, Schritte in Richtung Nachhaltigkeit zu gehen. Der Anlass war der Soft-Signage-Trend: Einzelhändler und Messebauer erkundigten sich verstärkt nach „weichen“, polyesterartigen Printprodukten. Festere Materialien wie PVC, Vinyl oder Holz waren immer weniger gefragt. Stattdessen bevorzugte man textilähnliche Lösungen mit ihrer warmen, luxuriösen Ausstrahlung. Hinzu kommt jedoch, dass Soft Signage – zum Beispiel mit Polyester – auch nachhaltiger ist als PVC. Und das wollten viele Kunden. Heute wird PVC im Grunde nur noch im Außenbereich eingesetzt. Für uns war das ein deutliches Signal, auf das wir mit unserem Angebot sofort reagiert haben. Nachhaltigkeitsschritt Nummer eins!

UMWELTBAROMETER

Und eins führte zum anderen: Anschließend wollten wir uns auch selbst kritisch unter die Lupe nehmen. Gemeinsam mit dem Energie Kenniscentrum und anhand eines „Umweltbarometers“ haben wir uns einen Einblick in die Energiekosten der Zentrale und der Produktionsstätte verschafft. Unsere Gasrechnung war etwas zu hoch. Außerdem stellte sich heraus, dass wir durch das Dach der 6500 m2 großen Produktionsstätte viel Wärme verloren. Ganz klar, hier musste etwas geschehen. Das Dach wurde isoliert und der „Gasfresser“ gegen ein Holzheizwerk ausgetauscht. Das ist gut für die Umwelt, denn dadurch werden unsere Produktionsstätte und die Büros nicht mehr mit fossilen Brennstoffen beheizt, sondern CO2-neutral. Und es ist gut für den Betrieb, denn die Heizkosten konnten drastisch gesenkt werden. Für den Strom sorgen jetzt Sonnenkollektoren auf unserem Dach, und im ganzen Gebäude wird energiesparende LED-Beleuchtung benutzt. Auch hier geht es also keineswegs ums Image, sondern um harte Euros. Das eingesparte Geld investieren wir lieber in neue Produkte und Drucktechniken.

TECHNIKEN UND MATERIALIEN

Auch bei neuen Investitionen stehen alle Zeichen auf „Grün“. Jeder Printauftrag hat einen minimalen Impact auf die Umwelt. Wir sorgen dafür, dass wir über die neueste nachhaltige Technik und ebensolche Materialien verfügen. So waren wir der erste Anbieter, der wasserbasierte Druckfarbe verwendet. Die lösungsmittelbasierte Variante ist bereits seit Jahren passé. Auch beim Materialgebrauch suchen wir nach Alternativen mit einem möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck. So benutzen wir zum Beispiel Polyethylen statt Bisonyl (bekannt auch als „LKW-Plane“). Bei allen Projekten haben die Kunden die Möglichkeit, sich bewusst für umweltfreundliche Alternativen zu entscheiden. Mehr Service also – durch „grüne“ Denk- und Arbeitsweise. Und so können wir auch hier sagen: gut fürs Geschäft, und gut für unsere Welt.

NUR GEWINNER

Und wir hatten noch eine weitere clevere Idee: Alle unsere Printprodukte müssen transportiert werden. Dazu werden Holzpaletten eingesetzt. Aber wohin mit den verschlissenen Exemplaren? Wegwerfen? Viel zu schade! Darum lassen wir sie von der Werkstatt Veel in hout abholen, die zum nordholländischen Teilhabezentrum Heliomare gehört. Dort zaubern Menschen mit Behinderung schöne und erschwingliche Produkte aus unseren alten Paletten. Recycling mit sozialem Augenmerk! Und auch für uns nicht ungünstig, da wir Entsorgungs- und Vernichtungskosten sparen. Bei einer aufrichtig nachhaltigen Unternehmensführung gibt es meines Erachtens nur Gewinner: das Unternehmen selbst, das Kosten spart (und, zugegeben, sein Image verbessert), den Kunden, der unter mehreren Optionen wählen kann, und als Sahnehäubchen noch den Planeten, der den nächsten Generationen wieder ein Stückchen sauberer übergeben wird.

Tags:
Blog
Niels van Straaten

NIELS VAN STRAATEN

DIREKTOR, VAN STRAATEN LET'S IMPRESS

"Challenges are what make life interesting and overcoming them is what makes life meaningful."

Joshua J. Marine